ISO 20022: Machen Sie Ihren Zahlungsverkehr zukunftssicher
Mit der ISO-Norm 20022 spricht der globale Zahlungsverkehr eine neue Sprache. Der neue Standard modernisiert Ihren SEPA- und Auslandszahlungsverkehr.
Mit der ISO-Norm 20022 spricht der globale Zahlungsverkehr eine neue Sprache. Der neue Standard modernisiert Ihren SEPA- und Auslandszahlungsverkehr.
Die ISO-Norm 20022 ist ein internationaler Standard für Datenaustausch im Finanzwesen. Sie definiert neue einheitliche XML-basierte pain-Formate. pain steht für „Payment Initiation”. Mit diesen einheitlichen Nachrichtenformaten werden strukturierte Daten für den weltweiten Zahlungsverkehr und andere Finanztransaktionen bereitgestellt. Die Daten fließen vom Absender bis zum Empfänger und zwischen den Banken.
Durch ISO 20022 sollen Zahlungsformate weltweit harmonisiert, die Datenqualität erhöht und Prozesse leichter automatisierbar werden. Zahlungen werden besser nachvollziehbar, was zum Beispiel der Bekämpfung von Geldwäsche dienen kann.
Grundsätzlich ist der komplette Zahlungsverkehr von der Umstellung der Formate betroffen. Im Auslandszahlungsverkehr sind das Auslandszahlungen, die Sie als Datei erzeugen, zum Beispiel
Der europäische Zahlungsverkehr wird laufend modernisiert. Mit dem neuen Standard ISO 20022 sprechen Banken und Unternehmen zukünftig eine gemeinsame, digitale Sprache. Das macht Zahlungen schneller, sicher und transparenter.
Sie reichen uns Ihre Aufträge bereits im ISO 20022 Standard ein. Dieser Standard wird fortlaufend weiterentwickelt. Daher stehen zum 14.11.2026 weitreichende Anpassungen an. Diese neuen Standards gibt es bereits seit längerem, daher fallen nun die bisherigen (alten) Formate zu diesem Termin weg.
Ab dem 14.11.2026 sind ausschließlich folgende Formate im DK-Standard zugelassen:
Zahlungsart / Überweisung | Format bisher | Format neu | Beschreibung | EBICS bisher | EBICS neu |
SEPA-Überweisung | pain.001.001.03 | pain.001.001.09 | Massenzahlung in EUR innerhalb des SEPA-Raums | CCT | CCT |
Euro-Eilüberweisung | pain.001.001.03 | pain.001.001.09 | Taggleiche Eilzahlung in EUR innerhalb des Euroraums | CCU | CCU |
Auslandsüberweisung | DTAZV | pain.001.001.09 | Zahlungen in beliebigen Währungen in beliebige Länder, auch Fremdwährungszahlungen innerhalb Deutschlands | AZV | AXZ |
Echtzeitüberweisung (Instant Payment) | pain.001.001.03 | pain.001.001.09 | Echtzeitüberweisung in EUR innerhalb des Euroraums | CIP | CIP |
Basislastschrift | pain.008.001.02 | pain.008.001.08 | Lastschrifteinzug in EUR innerhalb des SEPA-Raums. Widerspruch durch den Zahlungspflichtigen ist innerhalb von 8 Wochen möglich. | CDD | CDD |
Firmenlastschrift | pain.008.001.02 | pain.008.001.08 | Lastschrifteinzug in EUR innerhalb des SEPA-Raums. Es ist kein Widerspruch durch den Zahlungspflichtigen möglich. Der Zahlungspflichtige darf keine Privatperson sein. | CDB | CDB |
Alle älteren Formate können ab diesem Zeitpunkt nicht mehr verarbeitet werden.
Die neuen Formate und Auftragsarten haben wir bereits für Sie freigeschaltet. Sie können Ihren Zahlungsverkehr schon jetzt in den neuen Formaten zu uns übertragen.
Die Spezifikation der neuen Datenformate sind von der Deutschen Kreditwirtschaft auf deren Webseite veröffentlicht:
Damit Sie auch künftig problemlos arbeiten können, empfehlen wir folgende Schritte:
Für die Nutzer von Profi cash, BankingManager, VR Banking App oder unseres OnlineBankings wird rechtzeitig ein Update bereitgestellt. Wenn Sie Ihre SEPA- und Auslandsaufträge hier direkt erfassen (kein Datei-Upload!), besteht für Sie kein weiterer Handlungsbedarf. Ggfs. notwendige Updates werden rechtzeitig bereitgestellt. Damit werden die neuen Anforderungen im nationalen und internationalen Zahlungsverkehr umgesetzt.
Beachten Sie bei Einreichung von Auslandsaufträgen und/oder Lastschriften die Hinweise zu den „strukturierten Adressen“.
Wenn Sie Ihren Umsatzabruf in Profi cash noch nicht auf das CAMT-Verfahren umgestellt haben, führen Sie dies bitte anhand der Anleitung durch. Es dauert nur wenige Minuten. Aktuell ist das CAMT-Format in der Version 08.
Bei Zahlungen mit Auslandsbezug werden im ISO 20022-Format – wie bisher – die Adressdaten der beteiligten Parteien angegeben. Die neuen Formate nutzen allerdings bevorzugt strukturierte Adressfelder. Das heißt, dass jede Adressangabe in einem dafür definierten Feld steht. Bei Adressen in Deutschland gehören beispielsweise der Name der Auftraggeberin oder des Auftraggebers, die Straße, die Hausnummer, die Postleitzahl, die Stadt und das Land jeweils in ein eigenes Feld.
Ab dem 14. November 2026 akzeptieren Banken nur noch strukturierte oder hybride Adressangaben. Wir empfehlen Ihnen, vollständig strukturierte Adressdaten zu verwenden.
Damit Sie auch künftig problemlos arbeiten können, empfehlen wir folgende Schritte:
Bei Fragen zu diesem Thema helfen wir Ihnen gerne weiter. Melden Sie sich von Montag bis Freitag zwischen 08:00 Uhr und 18:00 Uhr unter
(0 57 41) 328 – 252